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Veranstaltung in Linz
Pressegespräch "Transplantation Tree of Life";
Das Bewusstsein zum Thema Lebendspende stärken!
Linz, Montag 31. 5. 2010, 10h - Cafe Lentos
"Wer einen Baum pflanzt, der gewinnt den Himmel"- Konfuzius
Statement LAbg. Dr. Julia Röper-Kelmayr, SP- Gesundheitssprecherin im OÖ Landtag, Fachärztin für Radiologie, in Vertretung von Bürgermeister Dr. Franz Dobusch
Die Anzahl der Patienten mit einer chronischen Nieren- oder Lebererkrankung, deren einzige therapeutische Option die Organtransplantation darstellt, ist stetig steigend. Dem gegenüber steht ein zunehmender Mangel an Spenderorganen. Die Wartezeit auf eine Niere (bis zu 1.000 Österreicher sind hier auf der Warteliste) kann bis zu 4 Jahren betragen. Weder die Leichenspende noch die Lebendspende können diesen Bedarf adäquat abdecken. Trotz der durch die Widerspruchsregelung in Bezug auf die Leichenspende relativ guten rechtlichen Situation in Österreich, müssen immer wieder Menschen auf der Warteliste sterben. Hier stellt die Lebendspende mehr als einen Ausweg aus der komplexen Situation dar, wünschenswert ist eine Steigerung der diesbezüglichen 10 %-Rate in Österreich.
Die Initiative "Transplantation Tree of Life" unterstreicht die Bedeutung der Lebendspende im Bereich der Transplantationsmedizin, die zwar eine lange Tradition - im Jahr 1954 erfolgte die erste erfolgreiche Nierentransplantation zwischen eineiigen Zwillingen in Boston/USA - aber noch nicht eine hohe Erfolgsrate und den Leistungen der Transplantationsmedizin adäquate Aufmerksamkeit erfährt.
Der Haupterfolge der Lebendspende spiegelt sich auch in einer doppelt so hohen Erfolgsrate verglichen mit der Leichentransplantation wieder, die sicherlich auch in der raschen Verfügbarkeit und der guten Planbarkeit des Transplantationszeitpunktes begründet ist.
Die gesundheitspolitische Bedeutung des Projektes liegt zum Einen in der ausführlichen Information und Aufklärung über das Transplantationswesen in Österreich bzw. dem Ausräumen von Vorurteilen diesbezüglich, zum Anderen in der Möglichkeit, das Bewusstsein zum Thema Lebendspende zu stärken.
Aufgabe der Politik ist es u.a. auch, die rechtliche Situation für Spender und Empfänger in Bezug auf z. B. Operationskosten, Krankenstand, etc. für die Betroffenen zufriedenstellend zu lösen bzw. zu verbessern.
Kontakt: julia.roeper-kelmayr@akh.linz.at
Selbsthilfegruppen

In den Selbsthilfegruppen in Östereich tauschen sich Betroffene aus.
Die Geschichte der Transplantation von Organen
Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Trans-plantationsmedizin von den Anfängen bis heute.
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