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Tree of life

Tree of life

Veranstaltung in Linz

Pressegespräch "Transplantation Tree of Life";

"Heute kann sehr viel von dem, was wissenschaftlich erforscht wurde,
bereits praktisch umgesetzt werden."

Linz, Montag 31. 5. 2010, 10h - Cafe Lentos
"Wer einen Baum pflanzt, der gewinnt den Himmel"- Konfuzius

 

 

Statement Prim. Univ.-Prof. Dr. Rainer Oberbauer, 3. Interne Abteilung für Nieren- und Hochdruckerkrankungen, Transplantationsmedizin, Rheumatologie

Durch enorme Anstrengungen in der Wissenschaft und Forschung auch im Krankenhaus der Elisabethinen ist es inzwischen möglich geworden, Nierentransplantationen auch unter sehr schwierigen Spender/Empfänger-Konstellationen durchzuführen. So sind Transplantationen heute auch von einem Spender zu einem Empfänger unterschiedlicher Blutgruppe machbar, damit wurde die Blutgruppen-Barriere überwunden. Heute können wir nach entsprechender Vorbehandlung auch transplantieren, wenn Patienten über spezielle Antikörper verfügen. Früher hätte das nach der Implantation des Spenderorgans zu einer schnellen Abstoßung geführt. Neben dem KH der Elisabethinen führen diese schwierigen Transplantationen nur die Medizinische Universitätskliniken in Wien und Innsbruck durch.

Heute kann sehr viel von dem, was wissenschaftlich erforscht wurde, bereits praktisch umgesetzt werden. Die Entwicklung geht in die Richtung dass die Barrieren, die früher einer Transplantation im Weg standen, immer mehr und immer besser überschritten werden können. Dazu haben zum einen die modernen Möglichkeiten der Immunsuppression beigetragen: Sie sorgen dafür, dass das implantierte Organ nicht als körperfremdes Gewebe abgestoßen wird. So können heute zum Beispiel unterschiedliche Medikamente mit ihrer jeweiligen immunsuppressiven Potenz kombiniert werden. Das erhöht die Gesamtwirkung und reduziert die unerwünschten Nebenwirkungen.

Das Bestreben geht auch dahin, den Empfängerorganismus zum Zeitpunkt der Transplantation so zu beeinflussen, dass er nahezu "tolerant" wird, d.h. keine Immunreaktion gegen das Transplantat entsteht.
Wesentlich für den Behandlungserfolg sind  auch konsequentes Monitoring und Follow up, das Gewebeuntersuchungen ("Biopsien") und Blutkontrollen einschließt. 

 


Kontakt: rainer.oberbauer@elisabethinen.or.at

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