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Tree of life

Tree of life

Veranstaltung in Linz

Pressegespräch "Transplantation Tree of Life"

Linz, Montag 31.5.2010, 10h - Cafe Lentos
"Wer einen Baum pflanzt, der gewinnt den Himmel"- Konfuzius

 

 

Internationaler Tag der Organspende: Lange Wartelisten für Spender-Niere gefährden die Gesundheit. Option der Lebendspende verbessert das Organaufkommen, verkürzt die Wartezeiten und rettet Leben

Linz, Montag 31. Mai 2010 - In Linz wird heute in der Nähe des Lentos-Museums von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und SP- Gesundheitssprecherin im OÖ Landtag LAbg. Dr. Julia Röper-Kelmayr (in Vertretung des Linzer Bürgermeisters Dr. Franz Dobusch) der erste "Transplantations-Lebensbaum" in Oberösterreich gepflanzt. Diese Aktion, die anlässlich des "Internationalen Tages der Organspende" stattfindet, ist Teil der Initiative "Transplantation Tree of Life", die auf die Möglichkeit und Notwendigkeit der Lebendspende von Nieren für Transplantationen hinweist.

Veranstaltung Linz

Die weltweite Initiative soll die zweite Lebenschance symbolisieren, die eine Transplantation für die Organempfänger bedeutet. "Mit dieser Aktion soll auch in Österreich und Oberösterreich das Bewusstsein für die lebensrettenden Erfolge der Transplantationsmedizin gestärkt und die Bereitschaft der Bevölkerung zur Lebendspende von Organen weiter erhöht werden", betonte Landeshauptmann Dr. Pühringer anlässlich der feierlichen Baumpflanzung.

"Die Initiative "Transplantation Tree of Life" unterstreicht die Bedeutung der Lebendspende im Bereich der Transplantationsmedizin", sagt dazu LAbg. Dr. Röper-Kelmayr. "Die gesundheitspolitische Bedeutung des Projektes liegt in der ausführlichen Information und Aufklärung über das Transplantationswesen in Österreich bzw. dem Ausräumen von diesbezüglichen Vorurteilen. Und in der Möglichkeit, das Bewusstsein zum Thema Lebendspende zu stärken."

In Österreich wurden im Jahr 2008 insgesamt 361 Nieren transplantiert. Im Vergleich dazu standen 883 Patienten auf einer Warteliste für eine Nierentransplantation, die Wartezeit betrug im Durchschnitt 2,5 bis 3 Jahre. Viel zu lange, wie Experten anlässlich der Lebensbaumpflanzung in Linz kritisieren. Denn die lange Wartezeit auf ein Spenderorgan ist für die Gesundheit problematisch. Die Sterblichkeit unter Dialyse-Patienten  ist deutlich höher als jene von Patienten nach einer Nierentransplantation. Außerdem ist eine Dialyse ("Blutwäsche") nicht bei allen Patienten möglich. Eine Nierentransplantation bringt aber einen enormen Gewinn an Lebensqualität mit sich, und aus gesundheitsökonomischer Sicht ist sie der Dialyse weit überlegen.

 

Lebendspende kann Leben retten – starker zusätzlicher Bedarf in Österreich

Das Problem, vor dem Menschen stehen, die eine Spenderniere brauchen: Weil die Anzahl toter Organspender rückläufig ist, und gleichzeitig - bedingt durch die demografische Entwicklung - die Zahl nierenkranker Menschen ansteigt, verschärft sich der Organmangel. Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist die Nieren-Lebendspende: Dabei wird einem gesunden Patienten eine Niere entnommen und anschließend einem nierenkranken Patienten implantiert - meistens einem Verwandten oder Lebenspartner. Die Zahl der Nieren-Lebendspenden ist seit einigen Jahren mit rund 60 pro Jahr relativ konstant, der Anteil der Lebensspende am gesamten Nierentransplantations-Volumen beträgt 10 bis 20 Prozent - in Skandinavien sind es mehr als 40 Prozent, in den USA mehr als 50 Prozent. "Es ist also dringend notwendig, diese Form der Organspende in Österreich weiter auszubauen", fordert Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Függer (Chirurgische Abteilung am Krankenhaus der Elisabethinen Linz).

 

 


Kontakt:
B&K - Bettschart & Kofler Medien- und Kommunikationsberatung GmbH
Mag. Roland Bettschart, Mag. Daniela Pedross
Telefon: 01 -3194378-11
E-Mail: pedross@bkkommunikation.com

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